textil-im-wuppertal

Das Engels-Haus, Baujahr 1775, ist Ausgangspunkt der Route.

Auf den Spuren der Textilindustrie
Die Route -textil-im-wuppertal- lädt ein zu einer Entdeckungsreise durch bekannte und unbekannte Quartiere einer alten Industriestadt. Einzelne Textilzweige prägten Stadtteile und Quartiere. Die illustrierten Texttafeln der Route erzählen über Häuser der Heimweber in Unterbarmen, Bleicherhäuser im Rauental, Färbereien in Oberbarmen, Bandfabriken in Wichlinghausen und Langerfeld, Futterstoffwebereien an der Friedrich-Ebert-Straße, Konfektionsbetriebe und Handelshäuser in der Hofaue.


Zeitreise mit der Schwebebahn
Die Route -textil-im-wuppertal- präsentiert an 30 Stationen Industriegeschichte, Architektur- und Sozialgeschichte, Eindrücke aus der Arbeitswelt und Biographisches.
17 Stationen liegen in der Nähe der Schwebebahn. Sie sind von den Stationen aus gut erreichbar. Die Schwebebahn, stählerne Verkehrsachse der Stadt, ermöglicht gleichzeitig den Blick von der Flussseite auf die alten Fabrikensembles. Die Fahrt wird zu einer Zeitreise durch das 19. und 20. Jahrhundert.


(c) 2001 Das Gebäude der Flechterei Emil Flues GmbH, Baujahr 1906
Von der Textil- zur Industriestadt
Die Textilproduktion, einst Motor der Industrialisierung, begründete den wirtschaftlichen Aufstieg im Tal der Wupper. Im 19. Jahrhundert lag hier eine der führenden Industriemetropolen in Deutschland. Das Textilgewerbe gab den Anstoß zur Entwicklung vieler neuer Branchen: Den Färbereien folgten Farbenfabriken; einen starken Impuls erfuhr der Maschinenbau; Knöpfe wurden ebenso produziert wie kunstgewerbliche Vorlagen für die Branche; mehrere Fachschulen entstanden. Der Textilhandel blühte.


Kunst und High Tech in alten Textilfabriken
Die beschilderten Gebäude sind in der Regel herausragende Baudenkmale der Stadt, so beispielsweise die Jugendstilfabrik der Firma Emil Flüs GmbH (24) oder die Anlage der Rheinische Möbelstoff-Weberei AG (14) im Stil des „Neuen Bauens“.

In manchen der alten Gebäude, so in der Bandweberei Kafka (26), entstehen heute anspruchsvolle Schmuckbänder auf historischen Webstühlen. Anderenorts werden mit Hilfe von traditionellen Bandwebstühlen der Firma Wilhelm Büsgen (13) neue dreidimensionale Webtechniken entwickelt.

In vielen Fabrikgebäude befinden sich Ateliers (8/10/24/25) oder Kunstwerkstätten. So z. B. das Teppichatelier des renommierten Textildesigners Wolrad Specht (5).
Die imposanten Gebäude der ehemaligen Färberei Dungs & Co. (23), des Textilhandelshauses „Kolkmannhaus“ (10), der Bandfabrik Carl Kettler (27) und der Schnürriemenfabrik Arthur Huppertsberg (8) werden heute als Kulturzentren genutzt. Die besondere Atmosphäre macht sie zu kulturellen Mittelpunkten der Stadtteile.

In zwei der Zentren (10, 23) informieren Übersichtskarten über die gesamte Route.
Beschildert sind auch einige traditionsreiche Textilunternehmen, die bis heute Spezialfasern und
-geflechte für Zukunftsmärkte in Medizin und Technik entwickeln und herstellen. So das Textiltechnische Institut (TTI GmbH) (2) und die Firma Barthels-Feldhoff GmbH & Co. KG (22).
Drei der vier Textilmuseen (17/18/26) im Stadtgebiet befinden sich in denkmalgeschützten Gebäuden. Sie sind sicherlich die anschaulichsten Stationen der Route textil-im-wuppertal.


Führungen und Betriebsbesichtigungen
Die Stadt Wuppertal bietet in Kooperation mit Bürgervereinen und Firmen eine begleitende Veranstaltungsreihe an. Die interessantesten Stationen und Industriequartiere werden in monatlichen Exkursionen vorstellt. In den Wintermonaten werden traditonsreiche und/oder moderne Textilbetriebe besichtigt.
Näheres auf der Seite "Erweiterungen".


Fertigstellung
Die Beschilderung der erste 20 Stationen der Route ist fertiggestellt, die übrigen noch in Bearbeitung.

Förderung
Das Projekt wurde ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung des Ministriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW.

Kontakt:
Reiner Rhefus, Kulturbüro
Tel. (0202) 563-43 32
E-Mail: reiner.rhefus@stadt.wuppertal.de